Der Verband Kritischer Hipster in der Kritik

November 19, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Im Zusammenhang mit dem unserem Interview auf jetzt.de erreichte uns eben folgende Mail (Wir haben alle Namen anonymisiert):

Hallo zusammen,
auf die Gefahr hin, spießig zu wirken: Folgende Mail habe ich gerade an … geschrieben. Aber vielleicht wollt ja auch Ihr den Sachverhalt aufklären.

(Ich selbst bin in keiner Partei, noch mache ich für eine Werbung. Und eigentlich wollte ich da gar nicht soviel Aufhebens drum machen, bis ich heute Morgen beim Frühstück aus Langeweile die nichtsahnenden Kommentare der jetzt-Basher überflogen habe. Ganz in Ordnung finde ich das nicht.)

Die freundlichen Grüße am Ende des Zitats gelten natürlich genauso Euch wie ihm.

Tach,

sag‘ mal, hälst Du das (nicht nur journalistisch) für in Ordnung, in dem Interview mit dem Verband Kritischer Hipster mit keinem Wort zu erwähnen, daß es sich sich dabei um eine Online-Guerillaaktion der SPD handelt, um im Berliner Wahlkampf die Grünen zu bashen und den Wowereit zu pushen?

Ich habe mich tatsächlich durch alle Kommentare des Artikels geklickt und nicht einem der Senfablasser scheint der politische Hintergrund klar zu sein.

Für mich liegen zwei Vermutungen nahe:
1) Du kennst die Urheber sowie ihre wahlkämpferischen Ziele und hast diesen Fakt bewußt verschwiegen.
2) Du bist denen komplett auf den Leim gegangen. (Zugegeben: Zum Interview-Zeitpunkt ist die SPD-Herkunft noch nicht so offensichtlich gewesen.) Trotzdem wäre ein Artikel-Update zur Klarstellung fällig, wie ich finde.

(Sollte es tatsächlich die zweite Annahme sein, dann gebe ich Dir ein paar Stunden zur Stellungnahme, bis ich einen öffentlichen Kommentar mit ähnlichem Inhalt abgebe. Verstehe das bitte nicht als Drohung. Ich schicke jetzt erst einmal eine Mail an den Verband Kritischer Hipster, um dort ebenfalls nachzufragen.)

Daraufhin haben wir ihm geantwortet und die Antwort natürlich auch zu jetzt.de geschickt.

Guten Tag,

das wirkt nicht spiessig, das ist schlicht falsch. Das ist keine Online-Aktion der SPD. Das einzige, dass uns mit dieser Partei verbindet ist, dass eine Freund von uns einen inoffiziellen Twitteraccount für Wowereit 2011 macht. Diese Timeline war seit Launch der Seite eingebunden und nie versteckt. Ja, die grüne Politik ist Teil der Kritik, weil sie Teil unserer Welt ist, aber nicht Hintergrund der Seite. Es gibt nicht einmal einen inoffiziellen Zusammenhang mit der SPD. Wir mögen Wowereit, verbünden uns aber deshalb nicht mit der Partei. Deine Annahme ist schlicht falsch.

Mit kritischen Grüßen
Verband Kritischer Hipster

Wir finden das äußerst bemerkenswert und haben uns entschlossen das öffentlich zu machen. (Eingeordnet ist dieser Beitrag übrigens in die Kategorie „politics my ass“ – just named it.)
Nach nochmaliger Rücksprache mit allen Mitgliedern haben wir uns entschlossen, den Twitterkanal von @wowereit2011 von unserer Webseite zu nehmen. Nicht das es noch einmal zu Vermischungen kommt, die wir nicht wollen.

Extra3 zeichnet kritisches Stimmungsbild aus Hamburg

November 16, 2010 § Ein Kommentar

Die nie um Kritik verlegene, einzige Satiresendung im deutschen Fernsehen „extra3“ zeichnet ein düsteres Stimmungsbild der ehemals so hippen schwarzgrünen Hamburger Regierung und deren Ergebnisse. Besonderes Augenmerk legt dabei die Redaktion allerdings auf die Grünen, obwohl auch der Bündnispartner CDU hinreichend großes Objekt der Kritik sein müsste. Dennoch, wir goutieren den Versuch der humoristischen Auseinandersetzung mit den grünen Realitäten, sehen wir uns doch von Träumen von dergleichen Regierungskoalitionen im eigenen Berliner Umfeld umzingelt.

Extra 3: Das Erfolgsgeheimnis der Grünen

Zum Video-Beitrag auf das Bild klicken!

Kritischer Oberhipster

Hajo Schumacher kritisiert Dinkelauflauf.

November 16, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Heute Morgen trauten wir unseren Ohren nicht, als wir hörten was Hajo Schumacher bei radioeins da vor sich hin kommentierte. Wir glauben in Hajo Schumacher einen Verbündeten im Herzen gefunden zu haben. Aber hören Sie bitte selbst und klicken Sie hier!

Kritischer Oberhipster

Die Kritik der Kritik

November 15, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Die Gruppe GRANAT aus der hippen Stadt Karlsruhe stellt uns vor kritische Herausforderungen. Nutzen sie doch geschickt optische Elemente des Hipstertums, unterlegen ihre tanzartigen Beinwurfsequenzen mit Elektropunk-Electro und machen ganz groß auf Gesellschaftskritik. Diese darf natürlich nicht banal vorgetragen werden, sondern muss in Form eines Manifestes manifestiert werden: Dem Manifest der Zweitgeborenen. Der Titel kann nur als entschuldigendes Distanzierungsverhalten wahrgenommen werden. Der Rückzug auf die zweite Generation ist nichts weiter als der banale Versuch der Lüge des einen Satzes zu entfliehen: „Mit dem davor haben wir nichts zu tun.“ Das kann nicht gelingen.

Denn natürlich hat Granat etwas damit zu tun und auch das tanzbare Publikum auf den Rängen. Hier wird Kritik als kurzweilige Absolution verstanden, die von Verantwortung frei macht. Der Tanz als Widerstand, den keiner sieht, weil er in den vier Wänden der Diskothek verweilt. Das mag dem Hipster genug sein, uns ist es das nicht.

Kritischer Oberhipster

Eine kritische Betrachtung

November 15, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

So manche Dokumentation wird nur zum Zweck der Kritik produziert. Wir glauben, dass das auch auf den folgenden Spiegel-TV-Beitrag aus dem Wahljahr 2009 zutrifft. Auch wenn hier populäre Allgemeinplätze über die Politisierung eines ganzen Stadtteils formuliert werden, so treffen die Beobachtungen aber zielsicher in das zu kritisierende Herz einer Wohlstandsumgebung, die Politik als etwas versteht, das man „sich leisten können muss.“

„Luxus-Partei“ Grüne: Machtoptionen in der Mitte?

Bitte auf das Bild klicken!

Kritischer Oberhipster

Wo bin ich?

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