Die Kritik der Kritik

November 15, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Die Gruppe GRANAT aus der hippen Stadt Karlsruhe stellt uns vor kritische Herausforderungen. Nutzen sie doch geschickt optische Elemente des Hipstertums, unterlegen ihre tanzartigen Beinwurfsequenzen mit Elektropunk-Electro und machen ganz groß auf Gesellschaftskritik. Diese darf natürlich nicht banal vorgetragen werden, sondern muss in Form eines Manifestes manifestiert werden: Dem Manifest der Zweitgeborenen. Der Titel kann nur als entschuldigendes Distanzierungsverhalten wahrgenommen werden. Der Rückzug auf die zweite Generation ist nichts weiter als der banale Versuch der Lüge des einen Satzes zu entfliehen: „Mit dem davor haben wir nichts zu tun.“ Das kann nicht gelingen.

Denn natürlich hat Granat etwas damit zu tun und auch das tanzbare Publikum auf den Rängen. Hier wird Kritik als kurzweilige Absolution verstanden, die von Verantwortung frei macht. Der Tanz als Widerstand, den keiner sieht, weil er in den vier Wänden der Diskothek verweilt. Das mag dem Hipster genug sein, uns ist es das nicht.

Kritischer Oberhipster

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